Weltkrebstag 2022: Krebsvorsorge im Schatten der Pandemie
Auswertungen der Daten der kassenärztlichen Versorgung in Deutschland (ZI), zeigen zum Teil erhebliche Rückgänge bei der Vorsorge während der Pandemie.
Anlässlich des Weltkrebstags am 04.02.2022 appelliert die Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. die Krebsprävention nicht zu vernachlässigen, sondern Vorsorge- oder Kontrolltermine unbedingt wahrzunehmen. Grund für diesen Apell sind Auswertungen des Zentralinstituts der kassenärztlichen Versorgung in Deutschland (ZI), die in Zeiten der Pandemie zum Teil auf erhebliche Rückgänge bei der Vorsorge hinweisen. Besonders stark war der Effekt zu Beginn der Pandemie und während der Lockdown-Phasen. Beim Mammografie- und Hautkrebs-Screening blieben die Werte 2020 trotz Nachholeffekten in Summe unter dem Vorjahr, auch 2021 gab es zeitweilig ein deutliches Minus. Ähnlich Besorgnis erregende Ergebnisse dokumentiert eine Studie der DAK Gesundheit. „Gründe dafür sehen wir zum einen in der Sorge vor Infektionen seitens der Bevölkerung und zum andern auch im insgesamt stark belasteten Gesundheitssystem. Die zu befürchteten Folgen werden vermehrt spät diagnostizierte und somit schon weit(er) fortgeschrittene Krebserkrankungen sein. Generell gilt bei Krebs: je früher erkannt, desto besser sind Behandlungs- und Heilungschancen. In der aktuellen Infektionswelle ist erneut mit vermehrter Zurückhaltung zu rechnen. Daher gilt hier die Empfehlung: Kontroll- und Vorsorgetermine oder auch Arztbesuche zur Abklärung verdächtiger Symptome unbedingt wahrzunehmen.
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