Sport und gesunde Ernährung senken Krebsrisiko

Der Lebensstil hat Einfluss darauf, wie wahrscheinlich eine Person an Krebs erkrankt: Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) schätzt, dass in Deutschland mehr als jede dritte Krebserkrankung auf Risikofaktoren zurückgeht, die vermeidbar oder beeinflussbar gewesen wären. Neben Tabak- und Alkoholkonsum gehören dazu vor allem auch Bewegungsmangel, falsche Ernährung und das oft daraus resultierende Übergewicht.

Wer sich gesund ernährt und viel bewegt, erhöht die Chancen auf ein langes Leben – darüber sind sich Expertinnen und Experten weltweit einig. Denn Übergewicht begünstigt unter anderem Krebserkrankungen – 14 verschiedene Krebsarten können so entstehen. Auch viele Krebsfälle in Deutschland sind auf falsche Essgewohnheiten zurückzuführen.

Zu viel Fettgewebe, besonders im Bauchraum, ist gefährlich. Denn Fettzellen produzieren entzündungsfördernde Stoffe und regen die Produktion des Hormons Östrogen an. Beides bringt den Körper aus dem Gleichgewicht und begünstigt die Entstehung von Krebs. Östrogen regt darüber hinaus das Zellwachstum an – insbesondere von Krebszellen. Und zwar bei übergewichtigen Frauen und Männern.

Doch Übergewicht lässt sich mit der richtigen Ernährung vermeiden oder in den Griff bekommen. Grundsätzlich sollten täglich Gemüse und Obst auf dem Speiseplan stehen, damit der Körper genug Vitamine und Mineralstoffe erhält. Wer sich an die Faustregel „zwei Hände Obst und drei Hände Gemüse täglich“ hält, benötigt übrigens kein sogenanntes Superfood als Nahrungsergänzungsmittel. Leinsamen, Haferflocken oder Heidelbeeren sind genauso gesund wie Chiasamen, Açai oder Gojibeeren.

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Als Eiweißlieferant ist Fleisch eine Option, hier ist jedoch die Menge entscheidend: Insbesondere bei rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischwaren (Wurst, Schinken etc.) gilt: Maximal 500 Gramm pro Woche. Auch Salz und kalorienreichere Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Kartoffeln und Milchprodukte sind wichtig für den Körper – allerdings ebenfalls in Maßen zu genießen, um eine Gewichtszunahme zu vermeiden. Auch interessant: Kaffee galt lange als potenziell krebserregend. Inzwischen ist das Gegenteil erwiesen. Trotzdem sollte Koffein bewusst genossen werden.

Zusätzlich zu einer gesunden Ernährung hilft regelmäßige Bewegung gegen Übergewicht. Sportliche Aktivitäten wie Walken, Schwimmen, Wandern, Radfahren oder Yoga, aber auch ein Spaziergang, regen den Kreislauf an und fördern die Fettverbrennung.

Diese und viele weitere Tipps und Informationen rund um die Themen Ernährung und Bewegung hat die Krebsgesellschaft NRW e.V. in der kostenfreien Krebs-Präventionsbroschüre zusammengestellt. Weitere Ratgeber erhalten Sie hier

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