Warum Krebsvorsorge in der Kommune?

Kommunen haben die Aufgabe die Lebensbedingungen der Menschen zu gestalten. Gesundheitsförderung und Prävention ist dabei als zentrales Thema der Lebensumstände für die Menschen von großer Bedeutung.

Jeder Bürger hat mit der Kommune Berührungspunkte, da diese die Lebenswelt der Bereiche des Lernens, Arbeitens und der Freizeitgestaltung umfasst. Laut Landeskrebsregister NRW haben 26,9 % aller Todesfälle in NRW Krebserkrankungen als Ursache. Daher ist es umso wichtiger auch im kommunalen Zusammenhang Krebsvorbeugung zu stärken. Denn viele Menschen, die über andere Zusammenhänge schwer erreichbar sind, können hier aktiviert werden.

Krebspräventive Themen in der Lebenswelt Kommune sind: Vor Alkohol und Nikotin schützen und Bewegung fördern.

Alle Themenbereiche werden in den Infoblöcken mit nachgewiesenen Inhalten beleuchtet.

Empfohlene präventive Maßnahmen

  • Bewegung fördern

  • Alkohol und Nikotin vermeiden und das Krebsrisiko senken

    Bewegung fördern

    Wie kann eine fahrradfreundliche Innenstadt zur Krebsprävention beitragen? Und warum sind Spiel- und Bolzplätze wichtig, um Krebserkrankungen zu verhindern? Ganz einfach: Solche attraktiven Angebote laden zu mehr körperlicher Bewegung ein. Dem entsprechend wichtig ist es, dass Städte und Gemeinde solche Anreize für die Bevölkerung schaffen. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und festgeschrieben. So regelt das Präventionsgesetz unter anderem, wie Kommunen die Gesundheit der dort lebenden Menschen fördern können.

    Die Verwaltungen sind also dafür verantwortlich, durch städtebauliche Maßnahmen gesunde Lebensräume für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Die Bewegungsförderung ist dabei von zentraler Bedeutung. Denn Studien haben gezeigt, dass ungesunde Gewohnheiten die Erkrankungsgefahr um bis zu 30 Prozent erhöhen kann. Entsprechend wichtig sind ein aktiver Lebensstil und Sport, um einer ganzen Reihe an Krankheiten vorzubeugen. Dazu gehören auch mehrere Krebsarten: Übergewichtige Menschen, die sich zu wenig bewegen, haben eine höheres Risiko. Zum Beispiel für Darmkrebs, Magenkrebs, Brustkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs.

    Städte und Gemeinden sollen Angebote für alle schaffen

    In dem Gesetz ist geregelt, wie Bewegungsförderung in der Kommune umgesetzt werden soll. Zu den Maßnahmen gehören:

    • Bereitstellung und Unterhaltung von Sport- und Grünflächen, Schwimmbädern, Fahrrad- und Fußwegen
    • Förderung von Vereinen, insbesondere Sportvereinen
    • Schaffung von Bewegungsmöglichkeiten und -räumen und der notwendigen Infrastruktur an KiTas, Schulen etc., zum Beispiel Fahrradstellplätze und Umkleiden

    Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen die Städte und Gemeinden bei der Vorbereitung, Planung und Umsetzung solcher Maßnahmen. Sie bilden etwa Erzieherinnen und Erzieher sowie Pädagoginnen und Pädagogen in gesundheitsorientierter Bewegungsförderung aus. Und sie stellen Bewegungsangebote im öffentlichen Raum bereit.

    So sollen für alle Altersstufen Möglichkeiten entstehen, sich ausreichend zu bewegen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht so einfach Zugang zu Sportprogrammen finden. Für sie gilt es, mögliche Hürden abzubauen. Das muss nicht zwingend in einem Kurs sein: Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt oder mit seinen Kindern regelmäßig den benachbarten Spielplatz besucht, betreibt ebenfalls Krebsvorsorge.

    E-Learning-Angebot zur kommunalen Gesundheitsmoderation

    Die Plattform ernährung und bewegung e. v. (peb) bietet ein E-Learning-Format zur kommunalen Gesundheitsförderung an. In verschiedenen Übungen können die Teilnehmenden lernen, wie sie sich ein Netzwerk innerhalb der Stadt oder Gemeinde aufbauen können. Weitere Informationen zu der Weiterbildung finden Sie hier.

    NRW fördert Sportprojekte für Kinder und Jugendliche

    Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Kommunen dabei, die Sportangebote für Kinder und Jugendliche auszubauen. Im Rahmen der Initiative „Sportplatz Kommune“ haben Städte und Gemeinden die Möglichkeit, Fördermittel für ihre Vorhaben zu erhalten. Bereits an 100 Standorten konnten so in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen Projekte für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen werden. Weitere sollen folgen. Ziel ist es auch hier, dass zahlreiche Gelegenheiten entstehen, sich im Alltag ausreichend zu bewegen.

    Mehr zum Thema

    Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Haupttext „Ernährung und Bewegung“.

    Quellen:

    GKV-Bündnis für Gesundheit; Bundesministerium für Gesundheit, Krebsplan des RKI; Landessportbund NRW

    Alkohol und Nikotin vermeiden und das Krebsrisiko senken (in der Kommune)

    Fest steht: schon kleine Mengen von Alkohol und Nikotin sind gesundheitsschädlich und bei regelmäßigem Konsum auch krebserregend. Die Kommune kann gesundheitsförderliche Prozesse unterstützen. So auf gesetzlicher Ebene zum Beispiel durch das Nichtraucherschutzgesetz. In NRW gilt seit 2013 ein strikter Nichtraucherschutz in Kneipen und Gaststätten, Schulen, Spielplätzen sowie Kultur- und Sporteinrichtungen. Auf der individuellen Ebene können die Kommunen Ihre Bürger/-innen mit Gesundheitswissen und Aktionen sowie Informationsveranstaltungen unterstützen.

    Die Landesinitiative in NRW unterstützt mit dem Projekt „Leben ohne Qualm“ Prävention von Sucht nach Nikotin.

    LoQ – Leben ohne Qualm ist eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung des Nichtrauchens bei Kindern und Jugendlichen. Mit verschiedenen Aktionen werden Schülerinnen und Schüler für die Gefahren des Rauchens sensibilisiert. 140 Fachkräfte für Suchtprävention unterstützen Projekte an Schulen, bieten Schulungen an und vernetzen sich mit örtlichen Partnern. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.loq.nrw.de/

    Das Bündnis Krebsprävention NRW bietet im Projekt „Seminare Krebsprävention“ Informationsvorträge zur Krebsvorbeugung und -früherkennung der häufigsten Krebserkrankungen von Frauen und Männern an.

    Fachärztinnen und Fachärzte vermitteln in Kurzvorträgen die wichtigsten Fakten zur Krebsprävention und –vorsorge in Betriebe, Verwaltungen, Vereine, Gruppen, Kommunen, Kindertageseinrichtungen und Schulen.

  • Bewegung fördern
  • Alkohol und Nikotin vermeiden und das Krebsrisiko senken

Bewegung fördern

Wie kann eine fahrradfreundliche Innenstadt zur Krebsprävention beitragen? Und warum sind Spiel- und Bolzplätze wichtig, um Krebserkrankungen zu verhindern? Ganz einfach: Solche attraktiven Angebote laden zu mehr körperlicher Bewegung ein. Dem entsprechend wichtig ist es, dass Städte und Gemeinde solche Anreize für die Bevölkerung schaffen. Das hat auch der Gesetzgeber erkannt und festgeschrieben. So regelt das Präventionsgesetz unter anderem, wie Kommunen die Gesundheit der dort lebenden Menschen fördern können.

Die Verwaltungen sind also dafür verantwortlich, durch städtebauliche Maßnahmen gesunde Lebensräume für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. Die Bewegungsförderung ist dabei von zentraler Bedeutung. Denn Studien haben gezeigt, dass ungesunde Gewohnheiten die Erkrankungsgefahr um bis zu 30 Prozent erhöhen kann. Entsprechend wichtig sind ein aktiver Lebensstil und Sport, um einer ganzen Reihe an Krankheiten vorzubeugen. Dazu gehören auch mehrere Krebsarten: Übergewichtige Menschen, die sich zu wenig bewegen, haben eine höheres Risiko. Zum Beispiel für Darmkrebs, Magenkrebs, Brustkrebs oder Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Städte und Gemeinden sollen Angebote für alle schaffen

In dem Gesetz ist geregelt, wie Bewegungsförderung in der Kommune umgesetzt werden soll. Zu den Maßnahmen gehören:

  • Bereitstellung und Unterhaltung von Sport- und Grünflächen, Schwimmbädern, Fahrrad- und Fußwegen
  • Förderung von Vereinen, insbesondere Sportvereinen
  • Schaffung von Bewegungsmöglichkeiten und -räumen und der notwendigen Infrastruktur an KiTas, Schulen etc., zum Beispiel Fahrradstellplätze und Umkleiden

Die gesetzlichen Krankenkassen unterstützen die Städte und Gemeinden bei der Vorbereitung, Planung und Umsetzung solcher Maßnahmen. Sie bilden etwa Erzieherinnen und Erzieher sowie Pädagoginnen und Pädagogen in gesundheitsorientierter Bewegungsförderung aus. Und sie stellen Bewegungsangebote im öffentlichen Raum bereit.

So sollen für alle Altersstufen Möglichkeiten entstehen, sich ausreichend zu bewegen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände nicht so einfach Zugang zu Sportprogrammen finden. Für sie gilt es, mögliche Hürden abzubauen. Das muss nicht zwingend in einem Kurs sein: Wer mit dem Rad zur Arbeit fährt oder mit seinen Kindern regelmäßig den benachbarten Spielplatz besucht, betreibt ebenfalls Krebsvorsorge.

E-Learning-Angebot zur kommunalen Gesundheitsmoderation

Die Plattform ernährung und bewegung e. v. (peb) bietet ein E-Learning-Format zur kommunalen Gesundheitsförderung an. In verschiedenen Übungen können die Teilnehmenden lernen, wie sie sich ein Netzwerk innerhalb der Stadt oder Gemeinde aufbauen können. Weitere Informationen zu der Weiterbildung finden Sie hier.

NRW fördert Sportprojekte für Kinder und Jugendliche

Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Kommunen dabei, die Sportangebote für Kinder und Jugendliche auszubauen. Im Rahmen der Initiative „Sportplatz Kommune“ haben Städte und Gemeinden die Möglichkeit, Fördermittel für ihre Vorhaben zu erhalten. Bereits an 100 Standorten konnten so in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Sportvereinen Projekte für Kinder und Jugendliche ins Leben gerufen werden. Weitere sollen folgen. Ziel ist es auch hier, dass zahlreiche Gelegenheiten entstehen, sich im Alltag ausreichend zu bewegen.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Haupttext „Ernährung und Bewegung“.

Quellen:

GKV-Bündnis für Gesundheit; Bundesministerium für Gesundheit, Krebsplan des RKI; Landessportbund NRW

Alkohol und Nikotin vermeiden und das Krebsrisiko senken (in der Kommune)

Fest steht: schon kleine Mengen von Alkohol und Nikotin sind gesundheitsschädlich und bei regelmäßigem Konsum auch krebserregend. Die Kommune kann gesundheitsförderliche Prozesse unterstützen. So auf gesetzlicher Ebene zum Beispiel durch das Nichtraucherschutzgesetz. In NRW gilt seit 2013 ein strikter Nichtraucherschutz in Kneipen und Gaststätten, Schulen, Spielplätzen sowie Kultur- und Sporteinrichtungen. Auf der individuellen Ebene können die Kommunen Ihre Bürger/-innen mit Gesundheitswissen und Aktionen sowie Informationsveranstaltungen unterstützen.

Die Landesinitiative in NRW unterstützt mit dem Projekt „Leben ohne Qualm“ Prävention von Sucht nach Nikotin.

LoQ – Leben ohne Qualm ist eine Initiative des Landes Nordrhein-Westfalen zur Förderung des Nichtrauchens bei Kindern und Jugendlichen. Mit verschiedenen Aktionen werden Schülerinnen und Schüler für die Gefahren des Rauchens sensibilisiert. 140 Fachkräfte für Suchtprävention unterstützen Projekte an Schulen, bieten Schulungen an und vernetzen sich mit örtlichen Partnern. Weitere Informationen finden Sie unter https://www.loq.nrw.de/

Das Bündnis Krebsprävention NRW bietet im Projekt „Seminare Krebsprävention“ Informationsvorträge zur Krebsvorbeugung und -früherkennung der häufigsten Krebserkrankungen von Frauen und Männern an.

Fachärztinnen und Fachärzte vermitteln in Kurzvorträgen die wichtigsten Fakten zur Krebsprävention und –vorsorge in Betriebe, Verwaltungen, Vereine, Gruppen, Kommunen, Kindertageseinrichtungen und Schulen.


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