Warum Krebsvorsorge in der KiTa?

KiTas sind wichtig! Das nicht nur, weil die Kinder dort gut aufgehoben sind, während Eltern ihrer Arbeit nachgehen.

Als Bildungs- und Erziehungseinrichtung haben Kindertagesstätten einen großen Anteil an der Ausprägung von sozialen und gesundheitsbezogenen Verhaltensweisen. Denn in keiner Phase des Lebens wird so viel Neues erlernt und die Entwicklung so geprägt, wie in der Kindheit.

Beim Thema Krebsvorsorge in der KiTa geht es darum, Kinder vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen und gesundheitsfördernde Verhaltensweisen auszuprägen. Das wirkt nachhaltig auf das Gesundheitsbewusstsein und das Risikoverhalten als Erwachsene.

Besonders wichtig ist z.B. der UV-Schutz. Kinderhaut ist zum einen besonders empfindlich gegen Sonneneinstrahlung. Zum anderen ist die Lebenszeitdosis an UV-Strahlung relevant für das Auftreten von Hautkrebs (malignes Melanom) im erwachsenen Alter. Aber auch Ernährung und Bewegung beeinflussen die Gesundheit und damit das Risiko, später an Krebs zu erkranken. In NRW sind 644.000 KiTa-Plätze in 10.300 Kindertageseinrichtungen vorhanden (Stand: Juni 2020). Das ist 644.000 Mal die Möglichkeit, Kinder zu schützen und ihre gesundheitliche Entwicklung zu fördern.

Welche Maßnahmen zur Vorbeugung von Krebs in der KiTa sinnvoll und nachgewiesen sind, ist in den folgenden Infoblöcken zu finden.

Empfohlene präventive Maßnahmen

  • Vor UV-Strahlung schützen

  • Gesunde Ernährung und Bewegung fördern

    Richtiger Sonnenschutz in der Kita

    Ausgelassen tobt eine Gruppe Mädchen und Jungen im Garten der Kita. Im Sandkasten bauen Kinder Burgen. Das warme Wetter an diesem Sommertag lockt alle zum Spielen nach draußen.

    Für die Erzieherinnen und Erzieher ein Grund zur erhöhten Aufmerksamkeit: Haben alle Sonnencreme aufgetragen? Tragen sie Kleidung, die sie vor den Sonnenstrahlen schützt?

    Denn gerade Kindern tut die Sonne nicht nur gut. Ihr Risiko für einen Sonnenbrand besonders groß: Ihre Haut reagiert viel empfindlicher auf UV-Strahlen als die eines Erwachsenen. Halten sie sich ungeschützt in der Sonne auf, kann das schlimme Folgen haben. Die Strahlung löst nicht nur unmittelbar die unangenehme Rötung der oberen Hautschicht aus. Sie dringt auch in die tieferen Schichten ein. Dort schädigt sie Zellen – und das oft dauerhaft.

    Leiden Mädchen und Jungen im Kindergartenalter an schweren Sonnenbränden, erhöht das ihr Risiko, später an schwarzem Hautkrebs zu erkranken um das Zwei- bis Dreifache. Das sogenannte maligne Melanom ist eine sehr aggressive Krebsart, die tödlich verlaufen kann.

    KinderhautErwachsenenhaut

    Einleitung

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    Lederhaut (dermis)

    Die Papillen, also Ausbuchtungen der Lederhaut, reichen bei Kindern weiter in die Oberhaut hinein. Die Zellschicht mit den Hautstammzellen verschiebt sich so in die Nähe der Hautoberfläche.

    Oberhaut (Epidermis)

    Bei Kindern liegt ein Teil der Hautstammzellen in der Oberhaut näher an der Hautoberfläche als bei Erwachsenen. Das Risiko, dass diese Hautstammzellen geschädigt werden, ist bei ihnen deshalb erhöht.

    Unterhaut (Subcutis)

    Die Unterhaut besteht aus geschlossenen Bindegewebskammern. Sie sind mit Fettzellen gefüllt. Außerdem befinden sich in der untersten Hautschicht Schweißdrüsen, Haarwurzeln und wichtige Rezeptoren.

    Da kleine Kinder meist noch nicht selbst auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten können, ist es umso wichtiger, dass ihre Eltern und Großeltern ein besonderes Augenmerk darauf legen. Und auch die Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten sollten an sonnigen Tagen stets darauf achten, dass ihre Schützlinge keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Folgende Fragen sollten vorab geklärt werden:

    1. Wo kann mein Kind Sonnencreme und Sonnenhut aufbewahren?
    2. Helfen die Erzieherinnen und Erzieher meinem Kind beim Ein- und Nachcremen?
    3. Werden vom Kindergarten Sonnenhüte gestellt?

    Gibt es genug Schattenplätze, wo die Kinder sich bei längeren Aktivitäten im Freien aufhalten können?

    Risiko Sonnenstrahlen

    UV-Licht kann Hautkrebs auslösen

    Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Zu intensive Sonnenbestrahlung erhöht die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, deutlich. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie im Infobereich.

    Packen wir es an!

    Lassen Sie uns frühzeitig Krebsvorsorge betreiben und Verantwortung für sich und andere übernehmen.

    Quellen:

    Bundesamt für Strahlenschutz; Deutsche Krebsgesellschaft

    Gesunde Ernährung und Bewegung fördern

    Brokkoli oder Pommes? Trauben oder Weingummi? Früchtetee oder Limonade? Geht es nach den meisten Kinder, wäre der Griff zur ungesunden Variante die Folge. Doch werden solche Entscheidungen zur Regel, kann das ernste Langzeitfolgen haben. Denn Verhaltensmuster der ersten Lebensjahre begleiten den Menschen ein Leben lang. Dazu gehören auch gesundheitsschädliche Essgewohnheiten.

    Inzwischen ist bekannt, dass im Alter von einem bis drei Jahren die Weichen für gesundheitsbewusste Ernährung und Bewegung gestellt werden. Eltern haben dabei die wichtigste Vorbildfunktion. Gelingt es ihnen nicht, dem Nachwuchs Obst und Gemüse schmackhaft zu machen und die Begeisterung für Sport zu wecken, drohen lebenslange Gewichtsprobleme. Und damit nicht genug: Das Übergewicht steigert das Risiko für viele Krankheiten, darunter auch Krebs.

    Was viele nicht wissen: Bereits im Alter von acht bis neun Jahren wird im Körper die Anzahl der Fettzellen festgelegt. Diese bleibt ein Leben lang erhalten. Wer also als Kind bereits mit Übergewicht zu kämpfen hatte, wird als Erwachsener Schwierigkeiten haben, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Mehr noch: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich die Problematik mit zunehmendem Alter sogar noch verstärkt.

    Eine Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) hat gezeigt, dass 15,4 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen übergewichtig sind. Knapp sechs Prozent leiden sogar unter Adipositas, also Fettleibigkeit. Sie haben dadurch auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, im Laufe ihres Lebens an Krebs zu erkranken.

    Vorbild sein und Übergewicht vermeiden

    Gehen die Eltern in Sachen Ernährung und Bewegung mit gutem Beispiel voran, übernehmen ihre Kinder dieses Verhalten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit. Hilfreich ist auch, wenn erst gar keine Süßigkeiten oder anderen Lebensmittel mit vielen Kalorien im Haus sind.

    Diese Tipps helfen, Übergewicht bei Kindern zu vermeiden:

    Statt Fertigprodukten und gesüßten Getränken, die viel Zucker und viele Kalorien enthalten, sollten Kinder lieber Obst und Gemüse essen sowie Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Kinder und Jugendliche täglich mindestens eine Stunde mäßig bis sehr anstrengende körperliche Aktivität. Die Bewegungszeit von Kindern zwischen vier und sechs Jahren sollte pro Tag mindestens 180 Minuten betragen, bei Sechs- bis Elfjährigen 90 Minuten.

    Zur Kita oder Schule laufen statt mit dem Auto fahren, Gemüseschnitze statt Kartoffelchips anbieten: Eltern können im Alltag ganz einfach kleine Impulse für einen gesunden Lebensstil setzen.

    Es ist nachgewiesen, dass Kinder Produkte in kindgerechter Aufmachung bevorzugen. Comicfiguren auf der Verpackung sind ansprechender als Gesundheitshinweise. Aber auch gesunde Speisen können so angerichtet werden, dass sie Appetit machen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

    Gesundheitsförderung in KiTas

    Die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstützt verschiedene Projekte zur Gesundheitsförderung bei Kindern. Dazu gehören die anerkannten Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernährung. Die Landesinitiative in Kooperation mit den gesetzlichen Krankenkassen strebt eine möglichst flächendeckende Verteilung von Einrichtungen an, in denen Kinder sich gesund ernähren und viel bewegen. Aktuell tragen 326 KiTas landesweit die Auszeichnung.

    Mehr zum Thema

    Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Infotext „Ernährung und Bewegung“.

    Quellen:
    Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; KiGGS-Studie; Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz)
  • Vor UV-Strahlung schützen
  • Gesunde Ernährung und Bewegung fördern

Richtiger Sonnenschutz in der Kita

Ausgelassen tobt eine Gruppe Mädchen und Jungen im Garten der Kita. Im Sandkasten bauen Kinder Burgen. Das warme Wetter an diesem Sommertag lockt alle zum Spielen nach draußen.

Für die Erzieherinnen und Erzieher ein Grund zur erhöhten Aufmerksamkeit: Haben alle Sonnencreme aufgetragen? Tragen sie Kleidung, die sie vor den Sonnenstrahlen schützt?

Denn gerade Kindern tut die Sonne nicht nur gut. Ihr Risiko für einen Sonnenbrand besonders groß: Ihre Haut reagiert viel empfindlicher auf UV-Strahlen als die eines Erwachsenen. Halten sie sich ungeschützt in der Sonne auf, kann das schlimme Folgen haben. Die Strahlung löst nicht nur unmittelbar die unangenehme Rötung der oberen Hautschicht aus. Sie dringt auch in die tieferen Schichten ein. Dort schädigt sie Zellen – und das oft dauerhaft.

Leiden Mädchen und Jungen im Kindergartenalter an schweren Sonnenbränden, erhöht das ihr Risiko, später an schwarzem Hautkrebs zu erkranken um das Zwei- bis Dreifache. Das sogenannte maligne Melanom ist eine sehr aggressive Krebsart, die tödlich verlaufen kann.

Da kleine Kinder meist noch nicht selbst auf einen ausreichenden Sonnenschutz achten können, ist es umso wichtiger, dass ihre Eltern und Großeltern ein besonderes Augenmerk darauf legen. Und auch die Erzieherinnen und Erzieher in den Kindertagesstätten sollten an sonnigen Tagen stets darauf achten, dass ihre Schützlinge keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Folgende Fragen sollten vorab geklärt werden:

  1. Wo kann mein Kind Sonnencreme und Sonnenhut aufbewahren?
  2. Helfen die Erzieherinnen und Erzieher meinem Kind beim Ein- und Nachcremen?
  3. Werden vom Kindergarten Sonnenhüte gestellt?

Gibt es genug Schattenplätze, wo die Kinder sich bei längeren Aktivitäten im Freien aufhalten können?

Risiko Sonnenstrahlen

UV-Licht kann Hautkrebs auslösen

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebsarten. Zu intensive Sonnenbestrahlung erhöht die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken, deutlich. Weiterführende Informationen zum Thema finden Sie im Infobereich.

Packen wir es an!

Lassen Sie uns frühzeitig Krebsvorsorge betreiben und Verantwortung für sich und andere übernehmen.

Quellen:

Bundesamt für Strahlenschutz; Deutsche Krebsgesellschaft

Gesunde Ernährung und Bewegung fördern

Brokkoli oder Pommes? Trauben oder Weingummi? Früchtetee oder Limonade? Geht es nach den meisten Kinder, wäre der Griff zur ungesunden Variante die Folge. Doch werden solche Entscheidungen zur Regel, kann das ernste Langzeitfolgen haben. Denn Verhaltensmuster der ersten Lebensjahre begleiten den Menschen ein Leben lang. Dazu gehören auch gesundheitsschädliche Essgewohnheiten.

Inzwischen ist bekannt, dass im Alter von einem bis drei Jahren die Weichen für gesundheitsbewusste Ernährung und Bewegung gestellt werden. Eltern haben dabei die wichtigste Vorbildfunktion. Gelingt es ihnen nicht, dem Nachwuchs Obst und Gemüse schmackhaft zu machen und die Begeisterung für Sport zu wecken, drohen lebenslange Gewichtsprobleme. Und damit nicht genug: Das Übergewicht steigert das Risiko für viele Krankheiten, darunter auch Krebs.

Was viele nicht wissen: Bereits im Alter von acht bis neun Jahren wird im Körper die Anzahl der Fettzellen festgelegt. Diese bleibt ein Leben lang erhalten. Wer also als Kind bereits mit Übergewicht zu kämpfen hatte, wird als Erwachsener Schwierigkeiten haben, ein gesundes Körpergewicht zu halten. Mehr noch: Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sich die Problematik mit zunehmendem Alter sogar noch verstärkt.

Eine Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (KiGGS) hat gezeigt, dass 15,4 Prozent der Drei- bis 17-Jährigen übergewichtig sind. Knapp sechs Prozent leiden sogar unter Adipositas, also Fettleibigkeit. Sie haben dadurch auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, im Laufe ihres Lebens an Krebs zu erkranken.

Vorbild sein und Übergewicht vermeiden

Gehen die Eltern in Sachen Ernährung und Bewegung mit gutem Beispiel voran, übernehmen ihre Kinder dieses Verhalten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit. Hilfreich ist auch, wenn erst gar keine Süßigkeiten oder anderen Lebensmittel mit vielen Kalorien im Haus sind.

Diese Tipps helfen, Übergewicht bei Kindern zu vermeiden:

Statt Fertigprodukten und gesüßten Getränken, die viel Zucker und viele Kalorien enthalten, sollten Kinder lieber Obst und Gemüse essen sowie Wasser oder ungesüßten Tee trinken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Kinder und Jugendliche täglich mindestens eine Stunde mäßig bis sehr anstrengende körperliche Aktivität. Die Bewegungszeit von Kindern zwischen vier und sechs Jahren sollte pro Tag mindestens 180 Minuten betragen, bei Sechs- bis Elfjährigen 90 Minuten.

Zur Kita oder Schule laufen statt mit dem Auto fahren, Gemüseschnitze statt Kartoffelchips anbieten: Eltern können im Alltag ganz einfach kleine Impulse für einen gesunden Lebensstil setzen.

Es ist nachgewiesen, dass Kinder Produkte in kindgerechter Aufmachung bevorzugen. Comicfiguren auf der Verpackung sind ansprechender als Gesundheitshinweise. Aber auch gesunde Speisen können so angerichtet werden, dass sie Appetit machen. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Gesundheitsförderung in KiTas

Die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstützt verschiedene Projekte zur Gesundheitsförderung bei Kindern. Dazu gehören die anerkannten Bewegungskindergärten mit dem Pluspunkt Ernährung. Die Landesinitiative in Kooperation mit den gesetzlichen Krankenkassen strebt eine möglichst flächendeckende Verteilung von Einrichtungen an, in denen Kinder sich gesund ernähren und viel bewegen. Aktuell tragen 326 KiTas landesweit die Auszeichnung.

Mehr zum Thema

Weitere Informationen zum Thema finden Sie im Infotext „Ernährung und Bewegung“.

Quellen:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung; KiGGS-Studie; Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz)

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